Informationen zu Assistenzhunden

Was sind Assistenzhunde?

Assistenzhunde sind Hunde, die Menschen mit Behinderung unterstützen, auf Dauer mit ihnen zusammenleben und in allen Bereichen des täglichen Lebens eingesetzt werden.

Das Bundesbehindertengesetz (BBG § 39a) unterscheidet drei Gruppen von Assistenzhunden:

  • Blindenführhunde - zur Unterstützung blinder und hochgradig sehbehinderter Menschen,
  • Signalhunde - zur Unterstützung von Menschen mit Hörbehinderung sowie Menschen mit chronischen Krankheiten wie Epilepsie, Diabetes und neurologischen Erkrankungen,
  • Servicehunde - zur Unterstützung von Menschen mit Behinderung im Bereich der Mobilität (Sensorik und Motorik).

Damit ein Hund als Assistenzhund anerkannt wird, muss er - bei Nachweis seiner gesundheitlichen und wesensmäßigen Eignung - eine spezielle Ausbildung und ein staatliches Beurteilungsverfahren absolvieren (nach entsprechender Schulung in Theorie und Praxis muss auch die betroffene behinderte Person Prüfungen ablegen).

Erst nach positiv abgeschlossener Beurteilung erfolgt die Anerkennung als staatlich zertifizierter Assistenzhund, der im Behindertenpass eingetragen wird. Damit sind Begünstigungen und Zutrittsrechte verbunden,  die Menschen mit Behinderung die Teilhabe in allen Lebensbereichen erleichtern, vielfach überhaupt erst ermöglichen.

Menschen mit Behinderung und Hunde

Im Gegensatz zu vielen Mitmenschen schenken Hunde (und genauso andere Tiere) behinderten Menschen ihre vorurteilsfreie Akzeptanz und Zuneigung. Das Tier weiß nichts von der Behinderung des Menschen, es bewertet kein Aussehen und keine körperliche, psychische oder mentale Beeinträchtigung. Für den Hund ist auch der Mensch mit Behinderung vollkommen, d.h. Behinderte erfahren so die beglückende Nähe und Wertschätzung eines Wesens, das sie für "normal" hält.

Zudem motiviert der Hund den Menschen, hinauszugehen (ja, zwingt ihn geradezu) und steigert somit nicht nur das seelische und geistige Wohlergehen, sondern verbessert auch die Beweglichkeit und körperliche Fitness.

 

Der Assistenzhund bzw. Handicapbegleithund

  • leistet für den behinderten Menschen vielfältige unverzichtbare Hilfestellungen im Alltag,
  • erhöht sein Wohlbefinden und seine Lebensqualität,
  • fördert seine Mobilität, Unabhängigkeit, Motivation, Kommunikation und Sozialkontakte,
  • macht ihn selbstständiger und selbstbestimmter, entspannter und fröhlicher,
  • lässt ihn seine Schmerzen zumindest zeitweise vergessen,
  • tröstet ihn und muntert ihn auf,
  • bringt ihn zum Lachen.

Ganz besonders der psychosoziale Aspekt ist von großer Bedeutung und hoher therapeutisch-rehabilitativer Wirkung:

  • Verringerung der belastenden Gefühle (Einsamkeit, Nutzlosigkeit, Hoffnungslosigkeit, Depression usw.),
  • Steigerung der angenehmen, positiven Gefühle (Selbstwert, Freude, intrinsische Motivation, Sicherheit usw.),
  • Erleichterung der Kontaktaufnahme (Hunde fungieren im gesellschaftlich-kulturellen Leben als soziale "Katalysatoren").

Bei Helping Dogs werden Servicehunde ausgebildet

SERVICEHUNDE sind staatlich geprüfte Assistenzhunde für körperlich bzw. sensomotorisch behinderte Menschen mit Behindertenpass.

Special Helping Dogs

HELPING DOGS sind keine Assistenzhunde, sondern speziell ausgebildete "Haushaltshilfehunde" für Menschen mit Einschränkungen, aber ohne Behindertenpass.

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