Special Helping Dogs

Die Haushaltshilfehunde "Helping Dogs" sind KEINE Assistenzhunde, sondern - wie der Name schon sagt - Hilfen im Haushalt für alle, auch gesunde Menschen, die ihren Hund sinnerfüllt und tiergerecht beschäftigen und in ihr Alltagsgeschehen mit einbinden wollen.

Alternativ eignen sich "Helping Dogs" als Handicap-Begleithunde ebenso für Menschen mit Behinderungsgrad unter 50% bzw. ohne Behindertenpass, die keinen Anspruch auf einen staatlich geprüften Assistenzhund haben. Damit auch sie in ihrem Alltagsleben Unterstützung bekommen, entwickelte ich ein spezielles Ausbildungsprogramm für "Helping Dogs" (Haushaltshilfehunde/Handicap-Begleithunde), wobei ich nicht auf der Bezeichnung "Helping Dogs" bestehe, sofern anderen etwas Passenderes einfällt.

Wie können "Helping Dogs" helfen?

Menschen mit krankheits- oder altersbedingten Einschränkungen kommen im Alltag wesentlich besser und leichter zurecht, wenn sie auf Unterstützung bauen können. Der "Helping Dog" ist quasi eine Haushaltshilfe auf vier Pfoten und nimmt "seinem" Menschen viele Arbeiten ab, u.a.:

  • Heruntergefallene Dinge aufheben (Beispiel siehe Fotostory ganz unten)
  • Benannte Gegenstände bringen (z.B. Handy, TV-Fernbedienung)
  • Diverse Sachen tragen (im Maul oder auch mit Packtaschen)
  • Beim An- und Ausziehen helfen
  • Lichtschalter betätigen
  • Gehhilfen heranschaffen
  • u.v.m.

Die Hilfestellungen variieren je nach Art der Einschränkungen beim Menschen, d.h. die Ausbildung eines "Helping Dog" erfolgt individuell abgestimmt auf die besonderen Bedürfnisse "seines" Menschen. 

Für wen eignen sich "Helping Dogs"?

  • Menschen mit Behinderung, aber ohne Behindertenpass, weil ihr Behinderungsgrad unter 50% liegt,
  • Menschen mit Behinderung (mit oder ohne Behindertenpass), die - unabhängig von der Betreuung durch Heimhilfe oder Pflegepersonal - in ihrem Alltagsleben permanent Begleitung und Unterstützung brauchen,
  • Menschen mit chronischen Schmerzen und/oder anderen chronischen Erkrankungen, z.B. Alzheimer, Parkinson, MS (= Multiple Sklerose), RLS (= Restless Legs Syndrom), für die ein Hund tröstend, ablenkend, ausgleichend, stabilisierend und aufbauend wirkt [aus eigener Erfahrung als langjährige chronische Schmerzpatientin kann ich das nur bestätigen und insofern trete ich dafür ein, dass Hunde (oder auch andere Tiere) Teil der multimodalen Schmerztherapie sein sollten!],
  • Menschen mit psychischen Problemen ohne Behindertenpass (z.B. Depression, Burnout, Sozialphobie), für die ein Hund nicht nur wesentlicher Sozialpartner und kommunikativer Wegbereiter ist, sondern sie auch emotional unterstützt und ihnen zudem Sicherheit vermittelt,
  • Menschen mit plötzlicher Behinderung und Menschen mit fortschreitenden altersbedingten Handicaps, die zwar bereits einen Hund haben, jedoch befürchten, ihn aufgrund der eigenen Einschränkungen weggeben zu müssen - mit der Ausbildung zum "Helping Dog" wäre beiden geholfen (der Mensch erfährt im Alltag Unterstützung, der Hund findet verhaltensgerechte körperlich-geistige Beschäftigung und kann weiterhin in seinem gewohnten Zuhause bei seinem vertrauten menschlichen Partner bleiben),
  • Menschen mit Behindertenpass, die gerne Unterstützung in ihrem Alltagsleben hätten, indem sie einen (Tierschutz-)Hund zu sich nehmen bzw. ihren bereits vorhandenen Hund ausbilden, aber (vorerst) keine staatliche Assistenzhundeprüfung machen wollen bzw. nicht vorhaben, den Hund im Behindertenpass eintragen zu lassen,
  • Menschen mit Behindertenpass, die bereits mit einem Hund zusammenleben, aber kein Interesse an bzw. keine Zeit für die Absolvierung der durchaus arbeitsintensiven Assistenzhundeausbildung und -prüfung haben,
  • Menschen mit Behindertenpass, die nur zuhause bzw. im häuslichen Umfeld Hilfe brauchen, daher keine staatliche Assistenzhundeprüfung machen bzw. den Hund nicht im Behindertenpass eintragen lassen wollen,
  • Menschen mit mehr oder weniger (sensomotorischen) Einschränkungen ohne Behindertenpass, die prinzipiell ihren Alltag selbstständig bewältigen, aber dennoch zeitweise Unterstützung benötigen,
  • SeniorInnen ohne Behindertenpass, die neben Geselligkeit auch altersbedingt eingeschränkt sind und ein wenig Hilfe im täglichen Leben brauchen.

Anschauungsbeispiel: "Helping Dog" bei der Arbeit

In der Fotostory unten ist Leah (meine "Old Lady" - Servicehund in Pension) zu sehen, wie sie einen Schlüsselbund aufhebt, zu mir zurückträgt und mir die Schlüssel in die Hand gibt, ohne dass ich mich danach bücken muss. Übrigens, bei der Leckerli-Belohnung ist auch der junge Speedy (Servicehund in Ausbildung) eifrig mit dabei - Hunde lernen sehr viel durch´s Zuschauen, außerdem: es könnte ja eventuell doch was für ihn abfallen;-)

Ausbildungssteps zum Helping Dog

Auch die Ausbildung zum "Helping Dog" (Haushaltshilfehund) erfolgt in Form der Selbstausbildung und orientiert sich an der Assistenzhundeausbildung (siehe Servicehund-Ausbildung). Zurzeit existieren nämlich noch keine Möglichkeiten dafür, wie Menschen ohne Behindertenpass (mit Behinderungsgrad unter 50%) ebenso von Assistenzhunden unterstützt werden können. Einen Lösungsansatz bietet Helping Dogs  mit diesem neuartigen Konzept der Haushaltshilfehunde bzw. Handicap-Begleithunde. Außerdem setze ich mich bei Hundeschulen und Hunde(sport)verbänden dafür ein, mithilfe der "Helping Dogs" auch behinderten Menschen die Teilhabe am Hundesport zu ermöglichen, z.B. als eigene Handicap-Disziplin.

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